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Tauscha

- 360 Grad Rundflug über den Ortsteil Tauscha

Tauscha liegt etwa einen Kilometer südöstlich von Penig und ist ein typisches Straßendorf, das sich in einer Länge von knapp zwei Kilometern südlich der Bundesstraße B 95 Leipzig - Chemnitz entlang zieht. Dabei bildete einst der Dorfbach, der bei Zinnberg in die Zwickauer Mulde fließt, die Grenze zwischen Sommer- und Winterseite.


Geschichtliches zu Tauscha: Aus dem späteren "Tuschawe" entwickelt sich im 16. Jahrhundert der heutige Ortsname. Seit alter Zeit war Tauscha eine vorwiegend bäuerliche Ansiedlung, in der sogenannte Häusler und Auszügler nicht die Mehrheit darstellten. Im Jahre 1612 lag die Zahl der landwirtschaftlichen Anwesen bei 26 und stieg auf etwa 50 im Jahre 1743. Zum Zeitpunkt der Gründung der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG) Chursdorf/Tauscha am 11.03.1953 gab es noch 31 Bauerngüter diverser Größe. Die bewirtschaftete Fläche lag bei ca. 350 ha. Bereits vor über 300 Jahren war Tauscha der Lieferant eines hochwertigen Trinkwassers für die Stadt Penig. So floß das Brauchwasser bis 1672 durch eine Rohrleitung in die Stadt, die den heutigen "Tauschaer Weg" den Namen "Ringweg" bzw. "Röhrweg" gab. Oberhalb dieses Weges entstand in den Jahren 1890/91 der noch heute in Betrieb befindliche Hochdruckbehälter. Ein örtliches Schulwesen findet sich schon Mitte des 18. Jahrhunderts. Mit dem Bauantrag vom 6.7.1889 wurde ein neues Schulhaus errichtet, welches den damaligen Anforderungen einer Dorfschule entsprach. Nach der Gründung des Schulkombinates Tauscha/Chursdorf 1950 wurde die Tauschaer Schule bis zum Jahre 1981 genutzt. Mit der Bildung der Oberschule III in Penig wurde die achtklassige Polytechnische Oberschule aufgelöst. Heute werden die Tauschaer Kinder an den Schulen der Stadt Penig unterrichtet. Am 5.9.1886 erfolgte die Gründung einer örtlichen Freiwilligen Feuerwehr mit einer Stärke von 52 Mann. Das in den Jahren 1926/27 erbaute Freibad im oberen Dorfteil dient heute hauptsächlich als Entnahmestelle für Löschwasser. Direkt neben dem Bad befindet sich eine Kleinfeldsportanlage der am 26.09.1984 gegründeten Dorfsportgemeinschaft Tauscha. Am 7.9.1957 wurde ein Kindergarten eröffnet, der anfänglich 18 Plätze aufweist. Heute ist er der städtische Kindergarten "Die kleinen Zwerge".  Der "Dorfclub Tauscha" wurde 1976 gegründet.   Auf Initiative seiner Mitglieder entstand 1981 eine Kulturstätte. Hier findet alljährlich im August das beliebte "Tauschaer Sommerfest" statt.  Die Rassekaninchenzüchter locken im November eines jeden Jahres viele Besucher in das Dorf. Weit über die Kreisgrenzen hinaus bekannt ist der am 22.9.1906 gegründete Männergesangsverein "Lyra". Kriegsbedingt kam er 1944 zum Erliegen und wurde 1951 wiedergegründet. Ganze Generationen wirkten in diesem Verein des sangesfreudigen Dorfes Tauscha mit, heute gibt es jedoch Nachwuchsprobleme.
Seit 1912 besitzt Tauscha eine Haltestelle der Buslinie Chemnitz - Penig. Durch eine Verbindungsstraße ist Tauscha mit dem Nachbardorf Chursdorf und durch die "Hofstraße", die als Höhenstraße oberhalb der Ansiedlung liegt, mit Zinnberg verbunden. Für Wanderfreunde ist der Ort sowohl von Zinnberg, als auch von Penig und Amerika/Höllmühle aus gut zu erreichen. Am unteren Dorfende von Tauscha in Richtung Zinnberg ist im modern eingerichtetenHotel-Restaurant „Zur Lochmühle" sowohl gastronomische Betreuung als auch Übernachtung möglich.



Denkmal.
Foto: M. Lippmann

Wir finden einen geschlossen bebauten Ortskern mit charakteristischen Einzelgehöften, sowohl als Drei - als auch als Vierseitenhöfe vor. In den letzten Jahrzehnten entstanden eine Reihe schmucker Einfamilienhäuser. Der Ort entstand im Zuge der Muldentalbesiedlung und wird 1357 als "Tuschin" erstmals erwähnt. Im Jahre 1436 gehört er als "Tusche" zur Herrschaft Penig. Westlich von Tauscha entsteht seit Anfang 1994 das "Gewerbegebiet Penig/Tauscha", das direkt an der B 95 liegt. Der größte Teil der Tauschaer Flur liegt im Landschaftsschutzgebiet "Muldental".