Wegen des weiter anhaltenden Corona-Lockdowns sind die Stadtverwaltung sowie die Stadtbibliothek und die Bücherei Niedersteinbach vorerst bis 14. Februar geschlossen. Bürger*innen können sich telefonisch bei den Fachämtern melden. Wichtige Angelegenheiten können auch über Terminvergabe im Rathaus erledigt werden.
In Sachsen sind alle Einrichtungen der Kindertagesbetreuung bis 07.02.2021 geschlossen. Für die Kita- und Hortkinder wird eine Notbetreuung für einen eng begrenzten Personenbereich systemrelevanter Berufe angeboten.
In der Stadtbibliothek Penig wird ein Abholservice nach Vorbestellung und Terminabsprache angeboten. Sie können Medien telefonisch vorbestellen.
Die Bücherei in Niedersteinbach ist von der Schließung betroffen.

Langenleuba-Oberhain

  - 360 Grad rundflug über den Ortsteil Langenleuba-Oberhain

Webers Gasthof in Langenleuba Oberhain
Foto: M. Lippmann

Der Name des langgestreckten Waldhufendorfes wurde wahrscheinlich aus dem Wort „Luben“ abgeleitet, einem slawischen Flurnamen, der dem heute noch existierenden Bastholz (aufgrund zahlreicher hier wachsender Linden) entspricht. Der ganze Nordteil der überdurchschnittlich großen Flur ist noch heute mit diesem Bastholz bewachsen. Erst später, als der Wald am oberen Lauf des Leubabaches urbar gemacht wurde, kam der Zusatzname Oberhain dazu. In zwei Urkunden von 1290 wurde das Dorf „Langenluben“ nachweislich erstmals erwähnt.

Gedenkstätte am Reitplatz: Direkt an der B 95 am Eingang zur Reitsportanlage befindet sich eine Gedenkanlage mit einem Granitstein, auf dem die Worte „Die Toten mahnen!“ eingemeißelt sind. Diese Gedenkstätte erinnert an die Außenstelle des KZ Buchenwald 1944/45. Die Einweihung des Gedenksteines auf Initiative der Schule Langenleuba-Oberhain fand am 07. Oktober 1967 statt. Unter Leitung von Horst Junghans forschte eine Schülergruppe nach den damaligen Ereignissen auf diesem Gelände, das sich etwas außerhalb der Ortschaft befindet. Hier wurden etwa 1.000 jüdische Frauen und Mädchen aus der Gegend von Budapest durch deutsche und ungarische Faschisten gefangen gehalten. Täglich früh 6.00 Uhr wurden sie nach Penig in die Fa. Max Gehrt getrieben, wo sie in 10 Stunden Arbeitszeit für den HASAG-Konzern Flugzeugteile herstellen mussten. Durch die unmenschlichen Bedingungen erkrankten die Frauen und magerten rasch ab. Es herrschten Krankheiten im Lager, wie Typhus, Colitis und Dysentrie.  Kurz vor der Befreiung durch die Amerikaner im April 1945 waren neben einer Baracke auf dem Gelände des heutigen Reitsportklubs noch 14 umgekommene Häftlingsfrauen vergraben worden. Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung fanden sie im Sommer 1945 auf dem Friedhof in Langenleuba-Oberhain eine würdige Ruhestätte.