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Chursdorf

- 360 Grad Rundflug über den Ortsteil Chursdorf

Der Ortsteil Chursdorf liegt etwa 4 km südöstlich von Penig. Durch den Ort führt die Kreisstraße nach Burgstädt.

Waldgaststätte Höllmühle

Die Gründung als Conradisdorf ( Dorf eines Konrad) erfolgte während der bäuerlichen Landnahme im 12. Jahrhundert vermutlich von Burg Drachenfels aus. Es entstand damals im Tal des Chursdorf-Baches ein Reihendorf mit den charakteristischen Waldhufenfluren.

Konrad gründete Chursdorf ......so oder ähnlich muß es sich vor gut 650 Jahren am Höllmühlteich zugetragen haben. Die Gründung des Ortes als zweireihiges Waldhufendorf geschah vermutlich von der Burg Drachenfels aus. In einer Urkunde aus dem Jahr 1357, in der die Güter in den Orten der Umgebung der Burggräfin Elisabeth von Leisnig zum Heiratsgeschenk vermacht wurden,  fand der Ort unter dem Namen Conradisdorf erste Erwähnung und erinnert vermutlich an den Anführer der slawischen Siedlerschar- ein gewisser Konrad. Doch bis der Ortsname seine heutige Form erhielt, machte er verschiedene Zwischenformen durch. Auch die Herrschaft über Chursdorf wechselte genau so häufig. Als man in die Teilung der Herrschaft Rochsburg und Penig geriet, mussten die Dörfler in jener Zeit Frondienste auf zwei Seiten leisten; die Zweiteilung gipfelte in dem Einsatz von zwei Dorfrichtern. Zeugen aus alter Zeit findet der Besucher in Chursdorf heute noch am Gemeindeplatz. So überragen die hier angepflanzte „Friedenseiche“ aus dem Jahr 1871, die Lutherlinde aus dem Jahr 1883 und die gut hundertjährige Wettineiche den Platz. Darunter stehen unbekümmert die 1880 aus der Chursdorfer Flur stammenden und hier aufgestellten Steinkreuze. Wer sich die Gegend um Chursdorf genauer ansieht, könnte vorzeitig zum dem Schluß gelangen, dass die einstigen Bewohner ihren Haupterwerb in der Landwirtschaft fanden. Doch die alten Leineweberhäuser belehren uns eines besseren. Zum ausgehenden 18.Jh. breitete sich hier zum Beispiel die Strumpfwirkerei aus- eine notwendige Nebenerwerbsquelle in vielen Familien. Wenige Jahre später kam dann noch die Stoffhandschuhindustrie hinzu, wo in Heimarbeit die für die Handschuhherstellung notwendigen Stoffe gewirkt wurden. Heimatforscher Arthur Beil (1860-1941) hat sich Zeit seines Lebens viel mit der Geschichte von und um Chursdorf herum beschäftigt. Der Chronist wirkte 20 Jahre als Lehrer und hinterließ neben einer detaillierten Chronik auch viele andere gemeinnützige Errungenschaften. So gründete er den hiesigen Gesangsverein, den Turnverein und die Freiwillige Feuerwehr. Der anfangs erwähnte Höllmühlteich verdankt seinen Namen der anliegenden Höllmühle- noch heute gut erhalten und die Chursdorfer Sehenswürdigkeit. Schon 1535 ließen Peniger ihr Getreide dort mahlen. Heute erstrahlt sie wieder nach umfangreichen Restaurationsarbeiten im alten Glanz. Neben einer historischen Gaststube laden Fremdenzimmer zum Verweilen ein. Die herrliche Natur lockt jährlich viele Besucher in diesen kleinen Ort.