Liebe Leserinnen und Leser, wir freuen uns, dass Sie unsere Bücherei wieder uneingeschränkt besuchen können.
Liebe Kinder, beachtet bitte unsere Aushänge in der Bücherei zum Sommerferienprogramm.
Die Stadt Penig muss weiterhin Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie treffen. Dazu zählt auch die verlängerte Schließung des Rathauses für den Besucherverkehr bis voraussichtlich 30.06.2021.
Am 30.06.2021 und am 04.07.2021 sind Impfungen mit dem Impfstoff BionTech im Kultur- und Schützenhaus in Penig möglich. Die Impfung erfolgt nur nach vorheriger Terminvereinbarung.
Unter den Telefonnummern 959 15 und 959 65 sind montags bis freitags jeweils von 09:00 bis 12:00 Uhr Terminvereinbarungen möglich.

Peniger Kellerberge

Peniger Kellerberge
Leipziger Straße 52a
09322 Penig
Telefon: 037381 5503 (Kellerberge Penig - während der Öffnungszeiten)
Telefon: 037381 95944 (Stadtverwaltung Penig - während der Öffnungszeiten)
Fax: 037381 95923
E-Mail: kellerberge@penig.de

Die Kellerberge sind geöffnet – jedoch mit Auflagen.

Jeden zweiten und vierten Samstag und Sonntag sowie an gesetzlichen und bundesweit gültigen Feiertagen werden um 14:00, 15:00 und 16:00 Uhr Führungen angeboten.

Führungen sind nur nach vorheriger Terminvereinbarung mit der Stadtverwaltung Penig unter Tel. 959-44 möglich. Ein Mund- und Nasenschutz ist zwingend zu tragen. Die allgemeinen Hygieneauflagen und Abstandsregeln sind einzuhalten.

Sonderführungen wie Schatzsuche o. Ä. sind zurzeit nicht möglich.

 

Die Peniger Kellerberge mit Heimatberg können zu folgenden Öffnungszeiten - ganzjährig - besichtigt werden: - jedes 2. und 4. Wochenende im Monat (Samstag und Sonntag) sowie an gesetzlichen, bundesweit gültigen, Feiertagen - außer am 1. und 2. Weihnachtsfeiertag und am 1. Januar
* 14:00 - 17:00 Uhr; letzter Einlass ist 16:30 Uhr
* Führungen sind auch an Wochentagen und außerhalb der oben festgelegten Zeiten nach vorheriger Vereinbarung in der Stadtverwaltung Penig unter der Tel.-Nr. 037381  959-44 möglich.
* Telefonnummer der Kellerberge - während der Öffnungszeiten: 037381 5503

Folgende Eintrittspreise (Kellerberg mit Heimatberg) werden erhoben:

- Erwachsene: 3,50 EUR
- Kinder: 1,50 EUR und
- Gruppen ab 10 Personen
* 2,50 EUR / Erwachsene pro Person
* 1,00 EUR / Kinder pro Person
Inhaber der Pressekarte der Freien Presse erhalten 10 % Rabatt auf den festgelegten Eintrittspreis.

Bei Rückfragen oder für nähere Auskünfte stehen Ihnen die Mitarbeiter der Stadtverwaltung Penig gern zur Verfügung. Sie erreichen uns zu den aufgeführen Öffnungszeiten wie folgt:

Telefon: 037381  95944
Fax: 037381  95923
E-Mail: kellerberge@penig.de

Öffnungszeiten

Montag
09:00 Uhr bis 11:30 Uhr

Dienstag
09:00 Uhr bis 11:30 Uhr und 12:30 Uhr bis 18:00 Uhr

Mittwoch
geschlossen

Donnerstag
09:00 Uhr bis 11:30 Uhr und 12:30 Uhr bis 15:00 Uhr

Freitag
08:00 Uhr bis 11:30 Uhr

 


Die Peniger Kellerberggänge

Das Kellerberglabyrinth: In der Zeit des ausgehenden Mittelalters wurden in Penig die ersten Kellergänge angelegt, die ausschließlich zu Wirtschaftszwecken genutzt wurden. Dadurch konnten bedeutende Mengen Lebensmittel haltbar gelagert werden. Mit der Bierherstellung mussten die Lagermöglichkeiten erweitert werden. Laut Aufzeichnung im alten Peniger Stadtbuch (1455 - 1541) begannen die Brüder Wolf und Peter Rodten im Jahre 1511 die ersten kellerartigen Gewölbe in den Berg am damaligen Schindergraben zu hauen. Der Chronist Sebastian Meyer schreibt 1549 in seinem "Chronicon Penicense": Man hat hier ein nützliches Kleinod, nämlich Höhler, welche vor den Toren der Stadt in felsige Gebirge gehauen und ganz luftig gebaut. Von Tag bis zu ihrem Ende sind sie als ein Gang 2 Ellen weit und 3 Ellen hoch in den Stein gehauen. Derselbe Gang bekommt hernach zu beiden Seiten viele Berggänge und Hörner. Ihrer Natur nach sind sie frisch und kühl, dahinein legt man zur Sommerzeit das Bier, welches edel und gar köstlich bleibt ... Um 1560 war die Kellerberganlage mit einer Gesamtlänge von ca. 2000 m vollendet.  1615 lag das Braurecht auf 250 Häusern von etwa 270 Häusern insgesamt zu der Zeit. Jahrhunderte lang wurde in dieser "mittelalterlichen Kühltruhe" mit Temperaturen von 8 bis 10 Grad Celsius Bier gelagert und so vor dem Verderb bewahrt. Jeweils in einem Abstand von einigen Metern gibt es seitlich zum Hauptweg Vorratsgänge und Nischen, in denen früher das Bier gelagert wurde. Heute stehen darin Gefäße, die im Berg gefunden wurden. Der Ausbau ist bergbau-fachmännisch erfolgt, die Masse des abgebauten Gesteins, Gneisglimmerschiefer, konnte bisher nirgendwo ausfindig gemacht werden.  Das System verfügt sowohl über Entwässerung als auch über Bewetterung.  Man sagt, die Kellerberge sind eine Wirtschaftsanlage gewesen, die aber auch bei Kriegsgefahren als Zufluchtsort gedient und ausreichend Schutz geboten haben.  Ab 1856 wurde auf Weisung der Amtshauptmannschaft Rochlitz ein Teil der Gänge verfüllt. Das bereits 1927 zur 700-Jahr-Feier begehbar gemachte Gangsystem  verfiel allmählich wieder und wurde im Vorfeld der 750-Jahr-Feier 1977 von engagierten Heimatfreunden unter hohem Aufwand passierbar gemacht und kann auch heute noch besichtigt werden.  Im Berg gibt es aber nicht nur Gänge, sondern auch 3 Räume, der größte davon misst 8 mal 8 Meter, in denen in der Vergangenheit mitunter kleine Feste gefeiert werden konnten.  1990 machte sich eine erneute Schließung erforderlich, sowohl der Zugangsbereich als auch die unterirdischen Hohlräume bedurften dringend einer Sanierung. Auch die Elektroanlagen, die die Gänge und Nischen ins rechte Licht rücken sollten, waren nicht mehr betriebsfähig.  Seit 1993 erfolgten umfangreiche Sanierungsarbeiten durch die Bergsicherung Schneeberg.  Pfeiler wurden verstärkt, um einem Herabstürzen der Decke vorzubeugen, die Stollen wurden gesichert und eine neue Belüftungsanlage gebohrt,  da das natürliche System durch den Einsturz einzelner Stollen nicht mehr ausreichend funktionierte.  Zum 5. Tag der Sachsen  im  September 1995 in Penig konnten die Kellerberge wieder besichtigt werden. Im Januar 2002 begann die Vorbereitung der Baumaßnahme für den neuen Besuchereingang über die Leipziger Straße. Dieser konnte am 17.05.2003 mit einer Bergparade eingeweiht werden.