Zusätzlich zu den regulären Zeiten öffnet das Einwohnermeldeamt am 4.7.2020 in der Zeit von 9.00 – 11.30 Uhr. Neben der Erledigung der in diesem Bereich üblichen Vorgänge besteht auch die Gelegenheit, Unterstützungsunterschriften für Wahlvorschläge für die Nachwahl zum Peniger Bürgermeister im September zu leisten.
Die Stadtverwaltung hat für den Besucherverkehr zu den regulären Öffnungszeiten geöffnet. Alle Besucher, die das Rathaus betreten, haben weiterhin einen Mund- Nasenschutz zu tragen und die Abstandsregelungen einzuhalten.
Die Kindertagesstätten sind mit eingeschränktem Regelbetrieb wieder geöffnet - informieren Sie sich unter "Informationen zum Coronavirus".

Langenleuba-Oberhain

  - 360 Grad rundflug über den Ortsteil Langenleuba-Oberhain

Webers Gasthof in Langenleuba Oberhain
Foto: M. Lippmann

Der Name des langgestreckten Waldhufendorfes wurde wahrscheinlich aus dem Wort „Luben“ abgeleitet, einem slawischen Flurnamen, der dem heute noch existierenden Bastholz (aufgrund zahlreicher hier wachsender Linden) entspricht. Der ganze Nordteil der überdurchschnittlich großen Flur ist noch heute mit diesem Bastholz bewachsen. Erst später, als der Wald am oberen Lauf des Leubabaches urbar gemacht wurde, kam der Zusatzname Oberhain dazu. In zwei Urkunden von 1290 wurde das Dorf „Langenluben“ nachweislich erstmals erwähnt.

Gedenkstätte am Reitplatz: Direkt an der B 95 am Eingang zur Reitsportanlage befindet sich eine Gedenkanlage mit einem Granitstein, auf dem die Worte „Die Toten mahnen!“ eingemeißelt sind. Diese Gedenkstätte erinnert an die Außenstelle des KZ Buchenwald 1944/45. Die Einweihung des Gedenksteines auf Initiative der Schule Langenleuba-Oberhain fand am 07. Oktober 1967 statt. Unter Leitung von Horst Junghans forschte eine Schülergruppe nach den damaligen Ereignissen auf diesem Gelände, das sich etwas außerhalb der Ortschaft befindet. Hier wurden etwa 1.000 jüdische Frauen und Mädchen aus der Gegend von Budapest durch deutsche und ungarische Faschisten gefangen gehalten. Täglich früh 6.00 Uhr wurden sie nach Penig in die Fa. Max Gehrt getrieben, wo sie in 10 Stunden Arbeitszeit für den HASAG-Konzern Flugzeugteile herstellen mussten. Durch die unmenschlichen Bedingungen erkrankten die Frauen und magerten rasch ab. Es herrschten Krankheiten im Lager, wie Typhus, Colitis und Dysentrie.  Kurz vor der Befreiung durch die Amerikaner im April 1945 waren neben einer Baracke auf dem Gelände des heutigen Reitsportklubs noch 14 umgekommene Häftlingsfrauen vergraben worden. Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung fanden sie im Sommer 1945 auf dem Friedhof in Langenleuba-Oberhain eine würdige Ruhestätte.