Zusätzlich zu den regulären Zeiten öffnet das Einwohnermeldeamt am 4.7.2020 in der Zeit von 9.00 – 11.30 Uhr. Neben der Erledigung der in diesem Bereich üblichen Vorgänge besteht auch die Gelegenheit, Unterstützungsunterschriften für Wahlvorschläge für die Nachwahl zum Peniger Bürgermeister im September zu leisten.
Die Stadtverwaltung hat für den Besucherverkehr zu den regulären Öffnungszeiten geöffnet. Alle Besucher, die das Rathaus betreten, haben weiterhin einen Mund- Nasenschutz zu tragen und die Abstandsregelungen einzuhalten.
Die Kindertagesstätten sind mit eingeschränktem Regelbetrieb wieder geöffnet - informieren Sie sich unter "Informationen zum Coronavirus".

Der große Topf zu Penig

Die Topfproduktion beruht auf uralter Tradition, denn im Mittelalter war Penig eine recht bekannte Töpferstadt. Von Sagen umwoben ist der "Große Topf zu Penig", den Bürgern der Stadt nicht unbekannt. Dieser Riesentopf, als Weltwunder bestaunt, zu dem alljährlich zahlreiche Fremde aus allen Richtungen gepilgert kamen, wurde unter Anleitung des Meisters Hans Weider von den Töpfermeistern Penigs geformt.

 


Geblieben ist die Geschichte vom "Großen Peniger Topf". Ob Legende oder Wahrheit - wer weiß".

"An einem schönen Frühsommermorgen des Jahres 1483 meldete ein Bote die am nächsten Tag zu erwartende Ankunft des Landesherrn, Kurfürst Ernst von Sachsen, Erbprinz Friedrich, mit großem Gefolge. Der Prinz beabsichtigte, das Meisterwerk Weiders zu besichtigen. Bürgermeister Zettel traf sofort alle erdenklichen Maßnahmen, um den Erbprinzen glänzend zu empfangen. Er erwartete dafür Ehrungen und Auszeichnungen für sich. Aber dieser hatte die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Prinz Friedrich übersah die ihm zuteil gewordenen Ehrungen und mit ihnen das hochlöbliche Stadtoberhaupt. Im raschen Tempo schritt er auf den Bau zu, in dem sich der Riesentopf befand. Dann ließ er sich den Schöpfer des tönernen Giganten vorstellen und schüttelte ihm warmherzig die Hand. Er pries ihn als den bedeutendsten Bürger der Stadt. Hierauf verlangte er eine Leiter und stieg in den Riesentopf. Hofmeister Herr von Schönburg erlaubte sich nun, angesichts der ringsum herrschenden Fröhlichkeit, einen Scherz und zog die Leiter aus dem Topf. Ohne sich lange zu besinnen, hieb Prinz Friedrich mit der Faust die Wand des Topfes ein undspazierte frohlockend durch die Öffnung wie zu einer Tür heraus. Doch traurig und niedergeschlagen standen die Töpfer da. Friedrich erkannte sofort seine Unbedachtheit und rief: "Von ganzem Herzen tut es mir leid, ihr Bürger, daß ich euere Kunst zerstört. Doch der Schaden, den ich angerichtet, soll wieder gut gemacht werden!" Er schenkte den Töpfern ein neues Banner und sorgte dafür, daß sein Vater die Töpfer Penigs von allen Abgaben befreite. Dem tüchtigsten Töpfer, Hans Weider, steckte er seinen kostbarsten Ring an den Finger. Die Töpferzunft veranstaltete daraufhin ein großes Jubelfest und stellte dem staunenden Publikum bald einen neugeschaffenen Riesentopf vor. Soviel zur Legende des Topfes."

Wohl eine seiner größten Nachbildungen erfolgte ein Jahr vor Ausbruch des 2. Weltkrieges. Damals durchschlug der Faschingsprinz Leistner mit seinem Schwert von innen heraus die Gipswand des auf dem Markt neben dem Rathaus aufgestellten, bunt angemalten und etwa drei Meter hohen Topfes. Ein letztes Unikum dieser Art wurde dem Publikum anläßlich des "Tages der Sachsen" 1995 präsentiert. Er erinnert abermals an die kleine aber nicht unberühmte Innung der Töpfer des 15. Jahrhunders. Außerhalb der Ringmauer der Stadt, vor dem damaligen Chemnitzer Tor, befanden sich ihre Wohnungen und Arbeitsstätten. In die Stadt ließ man sie wegen der hohen Brandgefahr nicht hinein. Noch bis in unsere heutigen Tage ist diese breite Fläche als Topfanger bekannt.