Dittmannsdorf

Im Nordwesten der Stadt Penig liegt der am 01.04.1935 eingemeindete Ort Dittmannsdorf, ein kurzes zweiseitiges Reihendorf mit Waldhufenflur.

Foto: M. Lippmann

Früher war es ein eigenständiges Dorf, dessen letzter Bürgermeister Emil Friedemann war. Als Dorf eines Dietmar wurde es während der deutschen bäuerlichen Kolonisation um 1180 gegründet. Weitere Schreibweise traten 1356 als Ditmarsdorf, 1395 als Ditmarstorff, 1500 Dittmanßdorff, 1545 Dittmersdorf, 1578 Dittensdorf, 1580 Diettensdorff und Dietzendorf auf. Der Ort Dittmannsdorf war mit der im Jahre 1833 eingemeindeten Vorstadt Altpenig eng zusammen gewachsen. Die Straße beginnt an der Lunzenauer Straße und endet an der Kirschstraße, an der Ruine eines ehemaligen beliebten Ausflugslokales, dem Gasthof „Zum heiteren Blick“, im Volksmund „Pfütze“ genannt. In den Gasträumen, dem großen Ballsaal und im schattigen Biergarten fanden früher oft Tanzveranstaltungen, Theatervorstellungen und Gartenkonzerte statt. 1957 gibt der letzte „Pfützenwirt“ das Lokal auf. Viele Jahre stand es leer, bis dann der stark verfallene Gasthof am 08. August 1998 abbrennt. Von dieser Anhöhe, der heutigen Kirschstraße, die etwa 50 Meter höher als der Peniger Bahnhof liegt, hat man einen herrlichen Ausblick auf die Stadt Penig bis zum Vorerzgebirge. Die Gemeinde Dittmannsdorf bildete bis zu ihrer Eingemeindung einen selbständigen Schulbezirk. Ein Kriegerdenkmal an der Dittmannsdorfer Straße erinnert an die Gefallenen im 1. Weltkrieg. Früher wurde hauptsächlich Landwirtschaft betrieben. Es gab 14 Bauerngüter im Ort. Die Eigenheimsiedlung an der Adolph-Oeser-Straße wurde in den 1970er/ 80er Jahren gebaut.