Schumacher-Innung

Schumacher Innung

Als zweitälteste Innung in Sachsen schließen sich die Schuhmacher zur ersten Innung der Stadt Penig zusammen und gründen im Jahre 1353 die Schuhmacher-Innung.

Durch Burggraf Otto II. von Leisnig wurde das Schuhmacherhandwerk "mit alle dem rechte, als die Schuhwerken zu Aldenburg ihre Innung haben" bestätigt.

Im Jahre 1493 stellte Burggraf Hugo von Leisnig diesem Handwerk einen Brief aus "des Meisterrechts halben, wie mans damit halten soll".

Für die Schuhmacher gab es besondere Satzungen. Lange Zeit gerbten sie, die bei den Fleischern und Abdeckern das Vorkaufsrecht wegen des Leders hatten, das Leder selbst und ließen sich dieses Recht nicht ohne weiteres nehmen. Später zogen die übrigen mit Leder arbeitenden Innungen - nämlich die Lohgerber, Sattler, Riemer, Weißgerber - diese Recht an sich. Die Schuhwaren Penigs erfreuten sich auswärts starker Nachfrage, denn die Innungsmeister besuchten die Messen zu Naumburg, Frankfurt a.d. Oder und a. Main, Leipzig uws., wo sie ihre Waren auch gut absetzten.

1896 zählt die Innung über 50 Mitglieder.